Sieben.
Am Dienstag hatte ich endlich etwas Zeit und einen freien Rechner mit einer freien Festplatte um Windows 7 auszutesten. Windows 7 soll ja – im Gegensatz zu Windows Vista – einigermaßen Ressourcen schonend sein. Der Rechner ist etwas (aber nicht zu sehr) angestaubt also dachte ich mir: “Mensch, das probierste mal aus”. Die wichtigsten Eckdaten:
- Prozessor: Pentium 4 1.80GHz
- Arbeitsspeicher: 768MB SD-RAM
- Festplattengröße: 20GB
- Grafikkarte: ATI Radeon 9700 Pro
Die Installation hat etwa 60min gedauert – ich weiß nicht ob das schnell ist aber da es sich um eine einmalige Sache handelt kann man es meiner Meinung nach in Kauf nehmen. Am Anfang dachte ich mal für 5 Minuten dass es nicht weiter gehen würde (die Boot-DVD hatte das Hintergrundbild geladen und dann kam erstmal nichts weiter) wurde dann aber eines Besseren belehrt. Der Rest der Installation ging leicht von der Hand und fühlte sich relativ flott an (oder anders: es hat sich immer was bewegt, man sah einen Fortschritt).
Der Rechner braucht etwa 60 Sekunden vom Bootloader bis zum Desktop – also kein Spitzenwert aber annehmbar.
Apropos Desktop: das neue Standardhintergrundbild ist echt witzig, der Fisch hat was. Auch die neue Taskleiste finde ich klasse: offene Fenster werden jetzt nicht mehr als Balken dargestellt sondern als ein (für Windows-Nutzer großes) Icon. Das erste was mir bei meinem Umstieg von Linux/KDE auf Vista negativ aufgefallen war ist die Tatsache, dass alles so piepslich klein ist.
Und da ich mich sowieso schon immer eher an Icons orientiert habe passt mir das ganz gut – wie es dem Typ Mensch ergeht der sich an der Beschriftung orientiert kann ich allerdings nicht sagen. Ich habe auch keine Einstellung dafür gefunden.
Ansonsten erinnert Windows 7 eher an ein aufpoliertes Vista – was erstmal nichts schlechtes ist. In der Tat scheint das UAC nicht mehr so viel zu nerven – zumindest in den 10min in denen ich noch diese Pseudo-Adminrechte hatte – als Linuxer habe ich mir diese Rechte weg genommen, den Administrator aktiviert und darf jetzt immer brav das Passwort eintippen.
Die Sidebar scheint abgeschafft (allerdings habe ich sie auch nicht gesucht). Dafür soll man die Widgets jetzt frei auf dem Desktop platzieren (können konnte man schon in Vista). Einige von ihnen kann man jetzt sogar vergrößern – allerdings gibt es insgesamt nur 2 Stufen. Warum dafür keine Vektor-Grafiken benutzt werden ist mir schleierhaft. Auch die Auswahl der Widgets ist im Vergleich zu den Plasmoids in Linux/KDE lächerlich.
Beeindruckend finde ich allerdings die Performance. Die gefühlte Geschwindigkeit von Windows 7 liegt etwa auf dem Niveau von Windows XP (!). Dabei sind keinerlei Effekte ausgeschaltet (bringt auch nichts, denn diese laufen direkt auf der Grafikkarte, belasten den Prozessor also nicht). Selbst der Stresstest “Guild Wars” liefert ähnliche Ergebnisse wie unter XP (FTR: 20-25FPS draußen, 5-10FPS in Kaineng).
Lediglich der benötigte Plattenplatz ist explodiert: direkt nach der Installation sind satte 11GB belegt. Aber mal ehrlich: wer nicht gerade versucht Windows 7 auf eine 20GB-Platte zu quetschen den interessiert das nicht wirklich. Und: GTA4 benötigt 18GB Festplattenspeicher.
Also auf meinem Zweitrechner bleibt vorerst der Release Candidate drauf – er wird eh nur von meiner Freundin für StudiVZ und ähnlichen Murks benutzt.
Vielleicht schreibe ich ja irgendwann mal ein Update – vielleicht aber auch nicht.
Hey Konny – schreib mal mehr! Ich hab dich im RSS Feed und finds schade das du dich so selten meldest :/ der Blog ist gut! Mach mal mehr draus :>
Ähm, kleiner Sache:
oder ist das irgendwie ein Wortspiel oder Absicht?
Als Englischstudent meine ich das es
“love it or leave it, both fine TO me” und net “by” heißen müsste
Ich bin nur armer Informatiker – ich vertraue da ‘nem Englischstudenten mehr als mir.
Ja, mit dem Melden ist immer so eine Sache. Ich hab immer sooo viel vor und sooo wenig Zeit.
Bin gerade mit dem Praktikum fertig und fange jetzt mit der Bachelor-Arbeit an.. :-\
Aber danke – solche Kommentare motivieren natürlich. =)