Null Konfiguration
Letzte Woche habe ich auf den Chemnitzer Linux Tagen etwas interessantes entdeckt: Zeroconf. Man stelle sich vor, man steckt ein Gerät an ein (lokales) Netz an und alles funktioniert auf Anhieb.Tatsächlich ging es in meinem heimischen Netzwerk in letzter Zeit etwas hin und her: ein neuer Rechner, ein alter Laptop, der aus den verschiedensten Gründen in der letzten Woche 3 verschiedene MACs (und damit IPs) hatte und eine neue VM (denn auf Arbeit braucht es Windows) – ganz schönes Gefummel, wenn man das alles über DNS oder per /etc/hosts lösen möchte.
Der Witz ist, dass man über Zeroconf nicht viel sagen muss: es gibt 2 Implementierungen – Bonjour für Windows und MacOS sowie avahi für Linux – einfach auf jedem Rechner installieren und sie finden sich wie von Zauberhand selbst. Ab sofort sind alle Rechner (und die darauf laufenden Dienste) über rechnername.local erreichbar – unabhängig von der zugewiesenen IP. Auf diese Weise ist ein neuer Rechner in einer Minute vollständig in das LAN integriert.
Laut Wikipedia kann man auch die IPs von Zeroconf zuweisen lassen, da ich allerdings bereits einen DHCP-Server im Netz habe, werde ich den wohl weiter benutzen.
Ganz nebenbei löste Zeroconf noch zwei Probleme mit denen ich öfter zu kämpfen hatte: der DHCP-Server von Windows (wie ich ihn bei Muttern zu Hause einsetze) gibt einem nicht immer dieselbe IP (warum auch immer) und der NameService von MICO will nicht starten, wenn er den Namen des Rechners auf dem er läuft nicht auflösen kann (weil er in der /etc/hosts falsch oder gar nicht gesetzt ist).
In diesem Sinne: probiert es mal aus, vielleicht seid ihr genauso begeistert wie ich.
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